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Island Reise 2026
Ich plane nach meinem Marathon in Chicago noch eine kleine Rundreise durch Island. Es wird eher eine kürzere Runde sein durch den Süden der Insel, da ich nur 7 Tage dort sein werde.
Meine Reiseplanung sieht in etwa so aus:
Statt der kompletten Ringstraße fahre ich eine halbe Runde: den Golden Circle, die Südküste bis zur Gletscherlagune Jökulsárlón und wieder zurück, und zum Schluss die Halbinsel Snæfellsnes. Das sind insgesamt rund 1.600 km mit dem Mietwagen, verteilt auf sieben Tage. Mitte Oktober ist es nur etwa von 8:20 bis 18:00 Uhr hell. Deshalb habe ich die Etappen so gelegt, dass ich jeden Abend vor Einbruch der Dunkelheit an der Unterkunft bin.
Tag 1 – Golden Circle (13. Oktober, ca. 230 km)
Ich lande frühmorgens aus Chicago in Keflavík, deshalb lasse ich den ersten Tag ruhig angehen.
- Þingvellir: Hier geht man durch die Almannagjá-Schlucht, genau zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte.
- Geysir und Strokkur: Der Strokkur bricht alle 5 bis 10 Minuten aus.
- Gullfoss: Der mächtige Wasserfall mit zwei Stufen, nur ein paar Minuten weiter.
- Kerið: Ein roter Vulkankrater mit einem kurzen Rundweg am Kraterrand.
Übernachtung im Arhus Cottage and Camping in Hella.
Tag 2 – Südküste (14. Oktober, ca. 150 km)
- Seljalandsfoss: Man kann hinter dem Wasserfall entlanglaufen, also Regenjacke nicht vergessen.
- Gljúfrabúi: Ein versteckter Wasserfall in einer Schlucht, nur zehn Minuten zu Fuß entfernt.
- Skógafoss: Über die Treppe geht es hinauf zum Aussichtspunkt oberhalb des Wasserfalls.
- Sólheimajökull: Ein kurzer Spaziergang bis an eine Gletscherzunge.
- Dyrhólaey: Ein Felsbogen mit Leuchtturm und weitem Blick über die Küste.
- Reynisfjara: Der schwarze Sandstrand mit den Basaltsäulen. Hier heißt es Abstand zum Wasser halten, denn die sogenannten Sneaker Waves sind gefährlich.
Übernachtung im Skammidalur Guesthouse, etwas außerhalb von Vík und ganz in der Nähe von Dyrhólaey.
Tag 3 – Gletscherland (15. Oktober, ca. 235 km)
Das ist der straffste Tag, deshalb geht es früh los.
- Eldhraun: Die Ringstraße führt mitten durch ein riesiges, moosbewachsenes Lavafeld.
- Fjaðrárgljúfur: Eine kurze Wanderung entlang der Schlucht.
- Skaftafell: Wanderung zum Svartifoss, dem Wasserfall zwischen Basaltsäulen (etwa 1,5 Stunden hin und zurück).
- Fjallsárlón: Eine ruhigere Gletscherlagune direkt unterhalb des Eises.
- Jökulsárlón: Die berühmte Gletscherlagune mit ihren Eisbergen, am besten zum Sonnenuntergang.
Diese Nacht gönne ich mir als Highlight das Fosshotel Glacier Lagoon, etwa 40 Minuten westlich der Gletscherlagune, mit Restaurant, Hot Tub und dunklem Himmel. Mit etwas Glück gibt es Nordlichter.
Tag 4 – Eis und Rückweg (16. Oktober, ca. 170 km)
- Diamond Beach: Zum Sonnenaufgang, wenn die Eisbrocken auf dem schwarzen Strand glitzern.
- Gletscherwanderung oder Eishöhle: Die meisten Touren starten an der Jökulsárlón. Mitte Oktober beginnt gerade die Saison für die Eishöhlen.
Am Nachmittag fahre ich wieder Richtung Westen. Übernachtung im Hvoll Hostel östlich von Kirkjubæjarklaustur.
Tag 5 – Zurück nach Reykjavík (17. Oktober, ca. 285 km)
Das ist die längste Fahrt, dafür steht sonst wenig auf dem Programm. Am Nachmittag bleibt Zeit für Reykjavík: die Hallgrímskirkja, den alten Hafen und die Laugavegur. Den Abend lasse ich in der Sky Lagoon ausklingen.
Übernachtung im Alba Guesthouse in Reykjavík.
Tag 6 – Snæfellsnes (18. Oktober, ca. 280 km)
Die Halbinsel wird oft „Island im Kleinen“ genannt.
- Gerðuberg: Eine lange Wand aus Basaltsäulen direkt an der Straße.
- Búðir: Die kleine schwarze Kirche mitten im Lavafeld.
- Arnarstapi: Ein Spaziergang entlang der Klippen mit Felsbögen, Richtung Hellnar.
- Djúpalónssandur: Ein schwarzer Kieselstrand mit Resten eines Schiffswracks, unterhalb des Gletschers Snæfellsjökull.
- Kirkjufell: Der wohl meistfotografierte Berg Islands, zusammen mit seinem Wasserfall.
Übernachtung im Skjólsteinar in Grundarfjörður, nur ein paar Minuten vom Kirkjufell entfernt.
Tag 7 – Blue Lagoon (19. Oktober, ca. 250 km)
Am Vormittag geht es zurück Richtung Süden und am Nachmittag zum Abschluss in die Blue Lagoon, mitten im schwarzen Lavafeld der Halbinsel Reykjanes. Dort gab es in den letzten Jahren immer wieder Vulkanausbrüche. Vielleicht habe ich ja Glück und sehe echte Lava, aber vorher muss ich prüfen, ob die Lagune überhaupt geöffnet ist.
Die letzte Nacht verbringe ich im Flyers Airport Hotel in Keflavík, nur sieben Minuten vom Flughafen entfernt. Am 20. Oktober geht es frühmorgens zurück nach Hause.
Ich werde nach der Reise berichten, wie viel davon wirklich geklappt hat.