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Kein Marathon
Seit dem 20. Oktober bin ich wieder zu Hause. Die Reise war am Ende sehr aufregend: Erst gab es Probleme bei der Anreise, dann die Enttäuschung mit dem Marathon. Trotzdem verlasse ich Chicago und Island mit sehr positiven Eindrücken.
Die Anreise
Am Donnerstag, dem 8. Oktober, ging es mit Icelandair über Keflavík nach Chicago. In Frankfurt hoben wir 20 Minuten später ab als geplant, und in Keflavík hatte ich nur 40 Minuten zum Umsteigen. Das hat leider nicht geklappt. Statt am Abend in Chicago O’Hare zu landen, wurde ich auf einen Flug nach Baltimore umgebucht, der zwei Stunden später startete.
Mitten in der Nacht kam ich in Baltimore an und musste dort übernachten. Im Flughafenhotel fand ich gerade einmal drei Stunden Schlaf, denn am Freitagmorgen um 7 Uhr ging es schon weiter nach Chicago. Keine gute Vorbereitung auf einen Marathon.
In Baltimore stellte sich außerdem heraus, dass mein Koffer nicht mitgekommen war, und darin waren auch meine Laufsachen für den Marathon. Das war äußerst ärgerlich. Ich hoffte, dass er mit dem nächsten Icelandair-Flug in Chicago ankommen würde. Am Ende wurde er erst am Samstagnachmittag ins Hotel geliefert. In der Zwischenzeit habe ich mich in Chicago mit neuer Kleidung und neuen Laufschuhen eingedeckt.
Der Abbott 5K als Generalprobe
Am Samstagvormittag, dem 10. Oktober, stand der Abbott 5K an, der Aufwärmlauf am Tag vor dem Marathon. Bei meinem letzten langen Lauf über 30 km, zwei Wochen vorher, hatte ich mich leider verletzt. Der 5K war also die Generalprobe: Ist die Verletzung so weit verheilt, dass ich den Marathon laufen kann?

Der Lauf startete im Grant Park und führte durch den Loop bis an den Chicago River, mitten zwischen die großen Hochhäuser (die Strecke auf der Karte). Eine tolle Strecke und eine tolle Atmosphäre.

Doch beim Laufen merkte ich, dass die Verletzung noch nicht gut genug verheilt war. Deshalb entschied ich mich, am Sonntag, dem 11. Oktober, nicht beim Marathon zu starten.
